Sonntag, 28. September 2008

7. Tagestour Rheinsteig: Von Rengsdorf nach Bendorf

Von Rengsdorf geht es auf dieser Strecke durch kilometerlange Buchenwälder. Am frühen Morgen konnten wir Hirsche röhren hören.



Route:
Rengsdorf - Melsbach - Oberbieber - Gladbach - Sayn - Bendorf
Länge: ca. 20 km
Dauer: 7 Stunden
Anspruch: Etwas längere Etappe mit dichten Buchenwäldern. Angenehm zu laufen, da es nur sehr wenig Auf und Ab geht.

Wenn man in Rengsdorf startet und den gelben Rheinsteig-Schildern folgt, gelangt man irgendwann über einen Allenweg zum blauen Rheinsteig.




Hier kreuzt man die besagten Buchenwälder. An diesem Wochenende waren die Bäume noch nicht verfärbt, so dass ein sattes Grün uns umstrahlte. Auf der Höhe von Oberbieber taucht rechts vom Weg plötzlich ein Römerturm vom nahen Limes auf.



Ausser den "tollen" Blick auf das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich kann man auch einen Blick auf die Klosterruine Rommersdorf werfen.



Nach wenigen Kilometern erreicht man dann Sayn mit der Burg und dem Schloss Sayn.







Bewertung: Waldreich und man sieht wenig vom Rhein, da diese Stecke am weitesten vom Rhein entfernt ist. Durch das schöne Sayner Schloss und die Burg Sayn aber auch kulturell ansprechend.

Kosten für zwei Personen:

Bus nach Koblenz 7,40 €

Samstag, 27. September 2008

6. Tagesetappe Rheinsteig: Von Leutesdorf nach Rengsdorf

Am frühem Morgen ging es bei dickem Frühnebel wieder auf die Fährte des Rheinsteigs. Diesmal auf eine Tour, die uns vom Rhein weg um Neuwied führen sollte. Felder mit sowas von dick behangenen Äpfelbäumen lösten sich irgendwann aus dem Nebel, dass sich die Äste fast vom Stamm lösten.



Route:
Leutesdorf - Gönnersdorf - Rodenbach - Segendorf - Altwied - Melsbach - Rengsdorf
Länge: ca. 15 km
Dauer: 6 Stunden
Anspruch: mittel
Bewertung: Waldreich - teilweise steil, aber sehr abwechslungsreich.

Der Weg beginnt - Überraschung - steil. Es geht vom Bahnhof Leutsdorf hoch hinuas zurück auf die blaue Streckenführung des Rheinsteigs. Wir haben eine enorm steile Abkürzung über eine Rebenrutsche eines Weinberges genommen. Danach war erstmal Schwitzen angesagt. Ein paar betagte Flachlandholländer taten uns gleich und hechelten sich - wie wir - die Lungen aus dem Leib.

Der Rheinsteig geht wundershcön am Rand des Tales entlang und man hätte bestimmt Kilometerweit gucken können. Nur leider sahen wir dickes, fettes weisses Nebelgeseie um uns herum. Entschädigt hat uns dann aber die Strecke Richtung Gönnersdorf. Denn hier war es wie im tropischen Regenwald.



Von Gönnersdorf ging es dann Richtung Rodenbach. In Rodenbach kann der Rheinsteiger sich an einer Raststätte der "besonderen Art" gemütlich machen. Ein Hof lädt ein zum Verweilen:



Es dauerte an diesem Tag lange bis sich der Nebel endlich auflöste (siehe Foto oben), dann erwartete uns aber fettes Kaiserwetter - goldener September par excellence.



Dieses Jahr werden die Apfelmus-Produzenten keinen Engpass haben. Die Äste bogen sich 2008 nur so von den Früchten. Teilweise brachen ganze Äste unter der Last ab. Die Bäume mit Ihren roten Früchten ergaben einen herrlichen Kontrast zum blauen Septemberhimmel.



Auch die Pilzsuppen werden dieses Jahr besonders pilzig!



Unter einem Apfelbaum auf einer Bank mit Blick auf das Neuwieder Becken genossen wir die Sonne und schlemmten uns ein paar belegte Brote rein.



Weiter ging es dann Richtung Altwied mit der alten Burg "Altwied".



Der Rheinsteig zieht dann steil, steiler langsam an Richtung Rengsdorf. Vorher geht es nochmal durch ein Tal mit der Laubachsmühle. Hier kann man einkehren und Rasten. Im nächsten Bild der Blick in das Tal mit dieser Mühle.



Am Ende kamen wir vollkommen geschafft in Rengsdorf am Auto an, düsten nach Hause und hielten unsere schmerzenden Knochen für Stunden in die heisse Dusche :)

Bewertung: Eine sehr schöne Strecke, die uns sehr gefallen hat. Lag wahrscheinlich auch am Wetter.

Kosten:
Bahntickets
Hin: 8,10 EUR
Zurück: Auto

Sonntag, 14. September 2008

5. Tagestour Rheinsteig: Von Rheinbrohl nach Leutesdorf

Eine kurze Route auf dem Rheinsteig mit wundervollem Blick auf die Hammersteiner Werth und Richtung Andernach ins Neuwieder Becken.

Route:
Rheinbrohl - Niederhammerstein - Hilbertusburg - Leutesdorf
Länge: ca. 9 km
Dauer: 4 Stunden
Anspruch: Zwei kurze steile Anstiege - sonst schön flach auf gleicher Höhe über dem Rhein.

Kurz vor 9 Uhr kamen wir an diesem Sonntag in Rheinbrohl an. Hier beginnt der Limes! Frühnebel hing im Dorf und an den Hängen, die sich der Zuweg zum Rheinsteig Richtung Rheinbrohler Lay hochschlängelt. Das ganze Dorf schien um diese Uhrzeit noch im Tiefschlaf gewesen zu sein. Bis auf einen netten Begleiter aus dem Zug begegneten wir keiner Menschenseele. Leider lehnt dieser das Internet grundsätzlich ab. Schade, dieser Gruss wird Sie nie erreichen! :P




Auf dem nebligen Weg konnten wir keinen einzigen Blick auf den Rhein oder Rheinbrohl mehr erhaschen. Nur waberndes Weiss um uns herum und die ersten Boten des Herbstes - mit Tau besetze Spinnweben.



Am Vortag hatte es in Strömen geregnet. Deshalb war der Rheinsteig ab dem Gasthof "Annahof" ein einziges Schlammfest.
Ein kleines Stückchen vor dem Gasthof kamen plötzlich schemenhaft folgende Gesellen auf uns zu getrabt. Ein Maultier und ein Pferdchen - beide wie wild hinter frischem Fallobst her.





Je weiter wir höher kletterten desto heller und lichter wurde der Nebel. Bis endlich der Himmel aufriss und uns bis Leutesdorf herrliches Spätsommerwetter schenkte.



Weiter ging es durch lichten, jungen Eichenwald durch dessen Blätterkronen märchenhaft die Sonne glitzerte. Auf steilen Serpentinen geht es steil bergab durch diesen Wald am Hammersteiner Bach entlang bis nach Nieder-Hammerstein hinein. Hier geht es durch das Dorf und dann ziemlich nah an der Hauptstrasse B 42 und der Bahntrasse entlang. Zwar führt der Rheinsteig hier auf einem Pfad durch die Weinstöcke, aber aufgrund des Lärms ist dieses Stück das einzige Manko dieser Tagesetappe!



Der Rest dieser Teilstrecke führt dann oberhalb von der Hammersteiner Werth und Leutesdorf auf einem angenehm zu laufendem Stück entlang. Hier kann man auf einem Streuobstwiesen-Lehrpfad sehr viel über diesen Lebensraum lernen.








In Leutesdorf angekommen war gerade Winzerfest und deshalb dieses Örtchen ziemlich bevölkert. Da wir gerade unseren Zug verpasst hatten, haben wir uns noch zu einer kleinen Einkehr in einem Biergarten direkt am Rhein hinreissen lassen.




Bewertung:
Durch die Ausblicke und die angenehme Routenführung eine wirklich sehr schöne Strecke des ersten Drittels Rheinsteig. Der Zugverkehr und die laute Strasse können hin und wieder echt nerven!

Kosten:
Bahntickets
Hin: 8,10 EUR
Zurück: 6,90 EUR

Einkehr im Hotel "Leyescher Hof" für günstige 6,70 EUR mit schönem Blick auf Andernach und netter Bedienung. Urgemütlicher Biergarten direkt am Rhein.

Sonntag, 7. September 2008

4. Tagestour Rheinsteig - Von Linz nach Bad Hönningen

Die heutige Tagesetappe führte uns durch schöne Ortschaften mit Fachwerkhäusern, enge Waldwege und vorbei an herrlichen Blicken auf den Rhein - bis zum Schloss Arenfels in Bad Hönningen.




Route:
Linz - Dattenberg - Leubsdorf - Ariendorf - Schloss Arenfels - Bad Hönningen
Länge: ca. 13 km
Dauer: 5 Stunden
Anspruch: Teilweise sehr steile Aufstiege - bei gutem Wetter dennoch gemütlich

Bei dunkelgrauen Wolken ging es früh am Morgen mit dem Zug Richtung Linz. Auf einem relativ kurzen gelb-beschildertem Zuweg gelangt man relativ schnell auf den Rheinsteig im alten Kern von Linz. Auf dem Weg können die wunderschönen alten Fachwerkhäuser dieser Stadt bewundert werden. Man begegnet überraschend vielen Touristen hier.

An einer Hauswand kurz vor dem zentralen Dorfplatz von Linz hängen zwei Ritterrüstungen. Die linke der beiden lässt an ein Zwerg aus Tolkiens Herrn der Ringe denken.





An einer schönen Kirche über einen Friedhof geht es plötzlich sehr steil den Berg hinauf bis zur Donatuskapelle. Steil geht es weiter voran und bald hat man freie Sicht auf den Rhein und die Mündung der Ahr.



Weiter geht es vorbei an seltsamen Gartenzwerg-Kompositionen in verschrobenen Schrebergärten.



Irgendwann läuft man über den Sportplatz von Dattenberg und kreuzt das Dorf mit der massigen Kirche



Ein liebes Tierchen gab uns auf dem Weg noch einen kurzen Glücks-Kuss.



Kurz nach Dattenberg geht es dann wieder auf den Rhein zu und an einem steilen Abhang auf einer Kante an eben diesem entlang. Hier haben wir mehrere sehr schöne Blick auf den Rhein und seine Schiffe werfen können. Sehr schöner Abschnitt - bis auf den starken Wind an diesem Tag. Oberhalb von Leubsdorf läuft man dann durch den Wald und kann auf die Kirche blicken.



Plötzlich kam dann doch die Sonne durch und wir sonnten uns auf einer Bank. Ein wunderschöner Spätsommertag schenkte uns warmes Licht bei unserer Mittagsrast. Als wir dann weiterwanderten, grinste uns plötzlich der folgende wackere Held aus den Büschen an.





Weiter ging es zum Schaafstalls des Schloss Arenfels.



Ein Weg führt oberhalb des Schlosses vorbei und eröffnet einen herrlichen Ausblick auf das kleine Schlösschen. Man kann aber auch durchaus direkt zum Schloss laufen. Dort kann man mehrere Greifvögel aus der Nähe betrachten.



Der Blick auf Bad Hönningen ist auf Grund der Industriegebäude leider nicht so schön!.

Bewertung: Schöne - streckenweise sehr steile Abschnitte. Hin- und wieder aber auch langweilig und langwierig. Nicht das Highlight, aber wegen dem Schloss durchaus laufenswert.

Kosten für zwei Personen:

Bahntickets 11,90 EUR