Heute ging es zur zweiten Teilstrecke des Rheinsteigs von dem letzten Startpunkt Rhöndorf, hoch hinauf zur Löwenburg und durch dichte, grüne Wälder nach Unkel.

Route:
Rhöndorf - Löwenburg - (Himmerich) - Leyberg - Unkel
Länge: 22 km
Dauer: 7 Stunden
Anspruch: anstrengend und lang
Das Mittel zur Anreise war mal wieder die Deutsche Bahn. In Koblenz in die Bummelbahn (die Regionalbahn Richtung Bonn) und nach ca. 45 Minuten standen wir schon auf dem Bahnhof in Rhöndorf. Durch den schon bekannten wunderschönen Kern von Rhöndorf liefen wir erst einmal zum
Konrad-Adenauer-Haus und zu der
Stifungszentrale. Lohnt sich wirkich nur, wenn man auch die Gedenkstätte besucht und eine Stunde einplant. Wir haben es auf einen anderen Besuchstermin verschoben.
Der Einstieg zum Rheinsteig befindet sich am Waldfriedhof, den wir auch schon beim letzten Mal durchqueren mussten. Auf einem laaaaangen Anstieg, der sich wie Kaugummi zieht, geht es nun hoch hinauf zur Löwenburg. Achtung! Irgendwann geht es an einer Abzweigung scharf rechts! Hier sollte man genaustens darauf achten, wo die blauen Schilder des Rheinsteigs sind. Sonst verläuft man sich, so wie wir :P
Oben auf der
Löwenburg angekommen, mussten wir uns erstmal verschnaufen. Der herrliche Blick über das Siebengebirge und den Rhein lädt zum ausgeprägten Chillen ein. Man kann sich dort auf eine supergemütliche Bank hocken unter einer mächtigen deutschen Eiche und ins Tal blicken! Wenn denn kein Wind bläst ...



Wenn man nun von dem Abstecher auf die Löwenburg wieder den Weg runterläuft, sollte man wieder das nächst mögliche blaue Markierungszeichen suchen! Sonst widerfährt einem das, was uns wiederfahren ist. Munter haben wir uns rechts gehalten und sind steil bergab gelaufen. Wir haben den Gipfel der Löwenburg umrundet und - siehe da - ein blaues Zeichen entdeckt. Das war nur das Falsche! Und nach einem flotten Abstieg standen wir wieder an einem kleinen bekannten Waldfriedhof, an dem wir unseren vorhergegangenen Fehler entdeckten. Wir sind den eigentlichen Weg runtergelaufen, den wir hätten hochlaufen müssen! Merke: Trotz aller guten Beschilderung, man kann sich auch auf dem Rheinsteig verlaufen! :)
Nochmal den ewig laaaangen Anstieg zur Löwenburg zu laufen, war uns dann doch zu frustrierend. Also sind wir am Konrad-Adenauer-Haus vorbei durch Bad Honnef zu einem alternativen Einstieg auf den Rheinsteig. JA, wir haben eine Abkürzung genommen. Hier erhält man aber einen Einblick in die Welt der Bessergestellten. Man läuft an wunderschönen Villen und 8-Familien-Häusern vorbei, die meist von älteren Pärchen bewohnt werden. An einer Jugendherberge gelangten wir dann wieder zu einer blauen Markierung.
Der Weg schlängelt sich nun durch tiefgrüne Wälder hinauf zum
Auge Gottes. Kurz dahinter findet man die Überreste einer V1-Abschussrampe (
Fieseler Fi 103) im Wald. Ein Schild weist daraufhin!


Es geht dann nochmal derbe bergab. Knie knirschen! Der Weg ist hier - naja - schön! Man kommt an einer alten Ziegelei vorbei. Dort kann man wohl in einem Jagdhotel und Restaurant einkehren. Oder man läuft weiter Richtung Unkel - an vielen jungen Tannen vorbei, die am nächsten Weihnachtsfest Ihr wohlbekanntes Schicksal erleiden werden. Man kommt irgendwann an ein Schullandheim (Hier gibt es neben Eis noch andere Lebensmittel, die zur Verfütterung an die dort anwesenden Schüler vertickt werden!!!) und läuft über tiefgrüne Pferdekoppeln an einer Allee vorbei auf ein Waldstück zu.


Hat man dieses erreicht, muss man nur noch ein kleines Stück steil bergab durch den Wald hinunter und hat Unkel erreicht.
Bewertung: Manchmal ziemlich schweisstreibend, da sehr lange Auf- und Abstiege. Im Herbst bestimmt eine traumhafte Strecke, da schon im Spätsommer ein rauschendes Blätterfest!
Kosten bei 2 Personen:
Zug hin: 8,10 €
Zug zurück: 8,10 € (Ausser der Automat der Bahn ist kaputt ;-) )