Sonntag, 24. August 2008

3. Tagesetappe Rheinsteig - Von Unkel nach Linz

Heute ging es direkt zum nächsten Ausflug zum Gevatter Rhein und dem hinterhältigen Rheinsteig. Die Knie knacken und die Waden zwicken! Aber die grünen saftigen Sommerwiesen lassen einen jeden Schmerz vergessen.



Route:
Unkel - Stuxhöhe -Orsberg - Erpeler Lay - Kasbach - Ockenfels - Linz
Länge: ca. 10 km
Dauer: 3 Stunden
Anspruch: leicht gemütlich mit diversen sportlichen Auf- und Abstiegen

Nach gemütlicher Anreise mit dem Zug aus Koblenz - wie immer - ging es direkt vom Bahnhof den gelben Zuwegschildern durch Unkel hindurch. Über eine Überführung der Bundesstrasse und dann hart rechts steil hinauf auf die Stuxhöhe. Hier beginnt man schon zu schwitzen. Der Rheinsteig zeigt sein Gesicht. Hin und wieder erhascht man einen Blick auf den Rhein und auf der anderen Rheinseite sieht man das Kloster Apollinarisberg.



Danach ist erstmal gemütlich schlendern angesagt - durch dichten Wald. Es geht dann Richtung Orsberg und durch dieses Dörfchen hindurch. Hier geht es irgendwann "Zum Brünnchen" und der Rheinsteig schlängelt sich durch enge Gässchen an den Fachwerkhäusern entlang.

Ein traumhaftes Wetter - ja, gar ein Bombenwetter - war den ganzen Tag lang. So wurde der Spaziergang Richtung Erpeler Ley traumhaft schön. Über saftige Sommerwiesen und eine Pferdekoppel ging es dann zu besagter Erpeler Lay.



Von diesem Plateau hat man einen Superblick auf den Brückenpfeiler der "Brücke von Remagen".



Weiter ging es dann mit einigen extremen Steigungen - ziemlich glatt und rutschig - bergab. An einem einladenden Spukhaus vorbei (siehe Bild)



Richtung Kasbach und dann durch Ockenfels. Ein letztes Mal klettert der Rheinsteig einen steilen Berg hiauf und wieder hinab nach Linz. Dort steigt man entweder in den Zug oder läuft weiter Richtung Leupsdorf. Auf Grund schmerzender Knie und Knochen stiegen wir in den Zug.

Bewertung: Genau richtig als "Brückenstrecke", da Blick auf die "Brücke von Remagen" und nach einer schweisstreibenden Tour am Vortag "überbrückt" man sozusagen seinen Muskelkater. Für einen Sonntag Vor- oder Nachmittag eine perfekte Kurzstrecke auf dem Rheinsteig.

Kosten für zwei Personen:

Zug hin- und zurück 11,90 €

Samstag, 23. August 2008

2. Tagesetappe Rheinsteig - Von Rhöndorf nach Unkel

Heute ging es zur zweiten Teilstrecke des Rheinsteigs von dem letzten Startpunkt Rhöndorf, hoch hinauf zur Löwenburg und durch dichte, grüne Wälder nach Unkel.



Route:
Rhöndorf - Löwenburg - (Himmerich) - Leyberg - Unkel
Länge: 22 km
Dauer: 7 Stunden
Anspruch: anstrengend und lang

Das Mittel zur Anreise war mal wieder die Deutsche Bahn. In Koblenz in die Bummelbahn (die Regionalbahn Richtung Bonn) und nach ca. 45 Minuten standen wir schon auf dem Bahnhof in Rhöndorf. Durch den schon bekannten wunderschönen Kern von Rhöndorf liefen wir erst einmal zum Konrad-Adenauer-Haus und zu der Stifungszentrale. Lohnt sich wirkich nur, wenn man auch die Gedenkstätte besucht und eine Stunde einplant. Wir haben es auf einen anderen Besuchstermin verschoben.

Der Einstieg zum Rheinsteig befindet sich am Waldfriedhof, den wir auch schon beim letzten Mal durchqueren mussten. Auf einem laaaaangen Anstieg, der sich wie Kaugummi zieht, geht es nun hoch hinauf zur Löwenburg. Achtung! Irgendwann geht es an einer Abzweigung scharf rechts! Hier sollte man genaustens darauf achten, wo die blauen Schilder des Rheinsteigs sind. Sonst verläuft man sich, so wie wir :P

Oben auf der Löwenburg angekommen, mussten wir uns erstmal verschnaufen. Der herrliche Blick über das Siebengebirge und den Rhein lädt zum ausgeprägten Chillen ein. Man kann sich dort auf eine supergemütliche Bank hocken unter einer mächtigen deutschen Eiche und ins Tal blicken! Wenn denn kein Wind bläst ...








Wenn man nun von dem Abstecher auf die Löwenburg wieder den Weg runterläuft, sollte man wieder das nächst mögliche blaue Markierungszeichen suchen! Sonst widerfährt einem das, was uns wiederfahren ist. Munter haben wir uns rechts gehalten und sind steil bergab gelaufen. Wir haben den Gipfel der Löwenburg umrundet und - siehe da - ein blaues Zeichen entdeckt. Das war nur das Falsche! Und nach einem flotten Abstieg standen wir wieder an einem kleinen bekannten Waldfriedhof, an dem wir unseren vorhergegangenen Fehler entdeckten. Wir sind den eigentlichen Weg runtergelaufen, den wir hätten hochlaufen müssen! Merke: Trotz aller guten Beschilderung, man kann sich auch auf dem Rheinsteig verlaufen! :)

Nochmal den ewig laaaangen Anstieg zur Löwenburg zu laufen, war uns dann doch zu frustrierend. Also sind wir am Konrad-Adenauer-Haus vorbei durch Bad Honnef zu einem alternativen Einstieg auf den Rheinsteig. JA, wir haben eine Abkürzung genommen. Hier erhält man aber einen Einblick in die Welt der Bessergestellten. Man läuft an wunderschönen Villen und 8-Familien-Häusern vorbei, die meist von älteren Pärchen bewohnt werden. An einer Jugendherberge gelangten wir dann wieder zu einer blauen Markierung.

Der Weg schlängelt sich nun durch tiefgrüne Wälder hinauf zum Auge Gottes. Kurz dahinter findet man die Überreste einer V1-Abschussrampe (Fieseler Fi 103) im Wald. Ein Schild weist daraufhin!







Es geht dann nochmal derbe bergab. Knie knirschen! Der Weg ist hier - naja - schön! Man kommt an einer alten Ziegelei vorbei. Dort kann man wohl in einem Jagdhotel und Restaurant einkehren. Oder man läuft weiter Richtung Unkel - an vielen jungen Tannen vorbei, die am nächsten Weihnachtsfest Ihr wohlbekanntes Schicksal erleiden werden. Man kommt irgendwann an ein Schullandheim (Hier gibt es neben Eis noch andere Lebensmittel, die zur Verfütterung an die dort anwesenden Schüler vertickt werden!!!) und läuft über tiefgrüne Pferdekoppeln an einer Allee vorbei auf ein Waldstück zu.






Hat man dieses erreicht, muss man nur noch ein kleines Stück steil bergab durch den Wald hinunter und hat Unkel erreicht.

Bewertung: Manchmal ziemlich schweisstreibend, da sehr lange Auf- und Abstiege. Im Herbst bestimmt eine traumhafte Strecke, da schon im Spätsommer ein rauschendes Blätterfest!

Kosten bei 2 Personen:

Zug hin: 8,10 €
Zug zurück: 8,10 € (Ausser der Automat der Bahn ist kaputt ;-) )

Samstag, 16. August 2008

1. Tagesetappe Rheinsteig - Von Bonn nach Rhöndorf

Gestern ging es los. Die erste lange Tagesetappe auf dem Rheinsteig von Bonn Richtung Rhöndorf:

Route:
Bonn - Beuel - Oberkassel - Kloster Heierbach - Petersberg - Königswinter (nur von oben)
- Geisberg - Drachenfels - Rhöndorf
Länge: ca. 23 km
Dauer: 7-8 Stunden
Anspruch: mittel

Die Anreise erfolgte mit dem Zug aus Koblenz. Ein IC braucht eine knappe halbe Stunde und kostet mit Bahncard 50 pro Person 6,75 €. Das ist der günstigste und unstressigste Weg, um für eine Tageswanderung auf dem Rheinsteig anzureisen. Denn mit dem Zug muss sowieso gefahren werden, z. B. um ein Auto wieder am Startpunkt abzuholen.

Gemütlich im Zug Frühstücken, sich noch müde die Krümel abklopfen und dann ist man schon in Bonn am nördlichen Startpunkt des Rheinsteigs. Kaum läuft man aus dem Bahnhof in Bonn Richtung Fussgängerzone, sieht man auf den dortigen Wegmarkierungen schon die Zeichen Richtung Rheinsteig. Entlang der schönen Bonner Häuser ging es vorbei am Rennaissance-Haus und dann direkt auf den Rheinsteig. Dieser führt uns am Ufer des Rheins und der Rheinuferpromenade nach Bonn-Beuel über den T-Mobile-Campus.

Ab hier beginnt sich der Weg ins Siebengebirge hochzuwinden. Auf schönen grünen Waldwegen geht es Stück für Stück höher in die Berge über Bonn. Immer wieder bieten sich am Rand Plätze zum Rasten mit sagenhaften Blicken auf den Rhein und Bonn an, z. B. der blaue See. Hier machten wir auch eine Rast mit Hartsalami und geschmierten Broten. Wo schmeckt Ziegenkäse besser als auf einer grünen Waldwiese mit Blick auf den Rhein (Vorschläge bitte in die Kommentare!)?







Weiter ging es Richtung Petersberg und dem Gästehaus des Bundes, vorbei an noch grünen Weinstöcken mit frischen grünen Reben. Oben angekommen lockt die Terasse des Steigenbergers. Hier kann man einen wunderschönen Blick geniessen und dabei ein Getränk zu sich nehmen. Alle Achtung, die Preise haben es in der Tat in sich. Kleiner Tipp: Wenn man sich etwa eine knappe Stunde geduldet und weiterläuft, kommt man auf einer Waldlichtung zu einer kleinen, gemütlichen Waldhütte namens "Milchhäuschen". Diese ist kurz vor dem Drachenfels!





Hier steigt man auf den gelbmarkierten Zuweg zum Rheinsteig und läuft bergab Richtung Rhönfeld. Über einen Waldfriedhof, auf dem Konrad Adenauer begraben liegt, gelangt man nach Rhöndorf. Läuft an schönen restaurierten Fachwerkhäusern vorbei. Da das der Startpunkt für die nächste Etappe Rheinsteig wird, haben wir hier nichts besichtigt, sondern sind direkt zum Banhof zurück. Hier fährt nur der Bummelzug für 4,05 € pro Person.

Bewertung: Eine sehr abwechslungsreiche und bei guter Sicht schöne Etappe des beginnenden Rheinsteigs.

Kosten bei 2 Personen:

Zug hin: 13,50 €
Zug zurück: 8,10 €
2 Apfelschorlen: 8 €

Das Projekt -Trekking Rheinsteig

Seit längerer Zeit planen wir nun schon den Rheinsteig zu laufen. Diese schöne Strecke liegt genau vor der Haustür, ist hervorragend gekennzeichnet und zieht Touristen aus der ganzen Welt an. Warum also nicht mal eine Strecke laufen, für die man nicht um die halbe Welt reisen muss?

Einziges Problem mal wieder: DIE ZEIT.

Die Lösung: Wir verteilen die Einzelstrecken des Rheinsteigs auf mehrere Wochenenden und stückeln die Strecke!

Wie wandert man Tagesetappen auf dem Rheinsteig? Wie plant man Tagesetappen auf dem Rheinsteig? Welche Distanzen sind machbar?

Dieses Projekt, die auf Fotos festgehaltenen Eindrücke und die Erfahrungen auf und um den Rheinsteig werden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten diesen Blog mit Posts und Bildern füllen.